Kinesiologischer Muskeltest

Jeder Mensch hat eine bestimmte Grundspannung in der Muskulatur. Diese Spannung kreist zwar bei jedem um einen typischen Mittelwert, ist aber durchaus variabel. Wir spüren das selber und sprechen z.B. davon, dass wir „schlappe“ Tage haben oder aber „Bäume ausreißen könnten“. Die Muskelmasse ist von diesen unterschiedlichen Energieempfindungen keineswegs betroffen und doch sind die Unterschiede deutlich zu spüren.
Was hier verantwortlich ist, ist das autonome Nervensystem mit dem Sympatikus und dem Parasympatikus.

Stellt nun ein Reiz, der von außen kommt, für den betroffenen Menschen ein Problem dar, so wird im Hypothalamus für einen Augenblick der Parasympatikus aktiviert. Das hat zur Folge, dass der Muskeltonus für einen Augenblick schwächer wird.
Diesen Moment nutzt der Kinesiologe für seinen Muskeltest und kann so eine Aussage darüber machen, ob der soeben gesetzte Reiz ein Stressreiz war oder nicht.
Zusammenfassend heißt das: Der Therapeut setzt einen beliebigen Reiz. Im direkten zeitlichen Zusammenhang prüft er, ob der Muskeltonus des Patienten noch die gleiche Muskelspannung hat wie eingangs. Ist der Tonus gleich, so hat der Reiz den Patienten „kalt gelassen“. Ist er aber schwächer, so hat der Reiz irgendeine Form von Stress ausgelöst.

Vor der kinesiologischen Diagnose muss geprüft werden, ob der ausgewählte Testmuskel (Indikatormuskel) sich „normal“ verhält und objektive Ergebnisse liefert. „Normal“ ist ein Testmuskel, wenn er beim Anspannen dem Testdruck standhält und er beim anschließenden zweiten Test durch bestimmte Maßnahmen geschwächt, d.h. mit einer Tonussenkung reagiert. Solche Maßnahmen können z.B. das Abdecken des Nabelchakras mit der Hand oder das Ausstreichen einer Akupunkturleitbahn (Meridian) entgegen ihrer Verlaufsrichtung sein.